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Reschen im Vinschgau, an der Quelle der Etsch
Ein Bild aus der Region Oberer Vinschgau ist wohl weltweit
bekannt: der Kirchturm im See. Durch den Bau eines Stausees
wurden hier Alt-Reschen und Alt-Graun im Jahre 1950 fast
vollständig überschwemmt. Nur der Turm, heute Wahrzeichen von
Graun, erinnert stumm daran - und dient als beliebtes
Postkartenmotiv und Tourismusmagnet.
Was weit weniger bekannt ist: In Reschen entspringt die Etsch,
der Vinschgauer Hauptfluss und gleichzeitig zweitgrößter Strom in
Italien. Nur einen Steinwurf vom Dorf entfernt liegt seine Quelle.
Auch dass es sich seit nahezu ewigen Zeiten um einen strategisch
wichtigen Punkt handelt, ist wenig verbreitet. Lange bevor sich
Reschen als schmucker Urlaubsort profilierte, zogen hier römische
Legionen über die Via Claudia Augusta durch. Im Mittelalter
folgen Händler auf ihrer Reise nach Süden und auch während des
Ersten Weltkriegs was das Gebiet rund um den Pass von
Bedeutung.
Und was schließlich kaum jemand weiß: Der letzte Südtiroler Bär
fand hier im 19. Jahrhundert sein Ende, was den Einwohnern von
Reschen den Beinamen "Bärenschießer" einbrachte.
Durch die malerische Landschaft rund um den Reschensee
und das liebliche Rojental, das ganzjährig angenehme Klima und die
schneesicheren Skigebiete herrscht in der Ferienregion Reschen
stets reges Treiben.
Weitere Infos zu der Region Vinschgau auf suedtirol.com
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